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14.09.2019 11:10 Alter: 60 days

KONFERENZ DER AZ-VERTRETER*INNEN |

Getan, statt darüber geredet


In der Konferenz der AGiD am 7. September 2019 trafen sich neun Arbeitszentrumsvertreter*innen von 11 bis 18 Uhr. Leider konnte niemand vom Arbeitszentrum Ost dabei sein. Um aus allen Ecken Deutschlands im Anthroposophischen Zentrum Kassel ganz anzukommen, erzählten wir uns zuerst kurz von persönlichen und „dienstlichen” Erlebnissen der Sommerzeit. Dann leitete Anke Steinmetz in ein Thema ein, das sie vorgeschlagen hatte: Was bedeuten Entschlüsse für das Ich und für die Ich-Entwicklung im Irdischen und im Geistigen? Hierzu hatte sie als Textgrundlage den 8. Absatz im Kapitel „Die Bedingungen der Geheimschulung” aus „Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?” (GA 10) ausgesucht.

Zunächst wurde der Unterschied zwischen alltäglichen Entscheidungen und Entschlüssen, denen Menschen ein Leben lang treu bleiben, herausgearbeitet. Bei Letzteren ist das Motiv entscheidend: Entschließe ich mich, weil ich liebe, was ich tue, oder aus Kalkül, Gier, Machtstreben, Ehrsucht? Insofern bedarf es zuvor einer Sortierung und Verwandlung (Läuterung) des Willensbereiches durch das Ich. Diese Entschlüsse haben dann Bestand in der geistigen wie in der irdischen Welt, die Treue zu ihnen muss jedoch meist immer wieder erneuert oder bekräftigt werden. Sie sind auch Angriffspunkte der Widersacher, deshalb braucht das Ich bei der Durchführung Beweglichkeit, Umsicht und Selbsterkenntnis. Die Kraftseite solcher Entschlüsse verändert früher oder später das Leben eines Menschen von Grund auf, wenn sie sich nicht sogar darüber hinaus auf die ganze Umgebung auswirkt.

Angesichts vieler Besprechungspunkte hatten wir einen Austausch zur Situation der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft in unseren Arbeitszentren gestrichen. Alle hatten nun erlebt, dass wir beim Gespräch über den Entschluss stufenweise in einen Bereich, in dem es wesenhaft wird, eingedrungen waren - Hochschulqualität wurde gegenwärtig. Und wie so oft kamen wir dann bei den planerischen und organisatorischen Besprechungspunkten zügig voran.

 

Es standen an: Rückblick auf die Mitgliedertagung im Juni in Berlin-Kreuzberg, die Mitvorbereitung der Gesamtkonferenz im Oktober 2019 sowie der Blick auf die Konferenz im November 2019, zu der wir die Finanzverantwortlichen der Arbeitszentren eingeladen haben, um unsere Zusammenarbeit zu verstärken. Als etwas ferner liegende Ziele besprachen wir die Vorbereitung eines Treffens im Jahr 2020 von Aktiven in den Zweigen und eines Michaeli-Festes im Jahr 2021 (Gestaltung zusammen mit dem Arbeitskollegium). Und, oh Wunder: wir waren sogar eine Stunde früher fertig! Dadurch konnten wir noch einige Berichte aus Arbeitszentren anhören, die zunächst zurückgestellt worden waren, während andere Berichte vorher mit einfließen konnten.

 

Bild und Text: Barbara Messmer  (Zum Bild: Terminkalender 2019 (links) und 2020 (rechts) eines gut ausgelasteten Arbeitszentrumsvertreters)