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15.07.2019 18:25 Alter: 32 days

KLAUSUR VORSTÄNDE AGiD UND DORNACH |

In Berlin wurden Zukunftsfragen ausgetauscht


Nach der Mitgliederversammlung der AGiD trafen sich in Berlin am 23. und 24. Juni 2019 die Vorstände der AGiD und der AAG zum Austausch relevanter Fragen. Zunächst ging es um einen Rückblick auf die gerade beendete MGV der AGiD zum Thema „Werkstatt Soziale Dreigliederung“. Die Veranstaltung wurde von ca. 160 Teilnehmer*innen besucht und bestand im Wesentlichen aus drei Vorträgen zum Thema, viel Gesprächsraum in spontan entstandenen Arbeitsgruppen, sowie zwei Abendperformances (Szenen aus den Mysteriendramen und Eurythmie „Herzschlag“), zu denen ca. 300 Menschen anwesend waren. Insgesamt wurde die Tagung als etwas Besonderes erlebt, weil sich die Teilnehmer*innen intensiv eingebracht haben, sich überall „Gesprächsräume“ auftaten und atmosphärisch eine „Arbeitsstimmung“ und ein Wille zum Tun spürbar war. Selbst die MGV-Teile hatten durch die „Vorstandsinterviews“, die von zwei jüngeren Menschen durchgeführt wurden, völlig anderen Charakter. Eine außerordentlich positive Unterstützung der AGiD hat sich artikuliert, so dass weitere, gemeinsame Schritte möglich werden.

 

Ausführlich wurde die Ausrichtung der AGiD in der Klausur begrüßt, die sich im Wesentlichen in zwei Richtungen entwickelt: Eine stärkere Hochschularbeit der allgemeinen Sektion durch Tagungen und Kolloquien mit jüngeren und älteren Menschen einerseits und eine Öffnung und Zusammenarbeit der AGiD mit den Verbänden der „Lebensfelder“ andererseits – darüber hinaus mit einem Umfeld bis in die Organisationen der Zivilgesellschaft. Mehrfach wurde betont, dass sich diese beiden Ausrichtungen gegenseitig bedingen und eine AGiD in die Zukunft führen können. Für das Jahr 2020 setzen alle Beteiligten große Erwartungen auf das Kongress-Festival „Soziale Zukunft“ in Bochum.

 

Nach einer Klausur im Dornacher Vorstand und der Goetheanumleitung gab es eine deutliche Tendenz auch im Jahr 2020 die Besetzung des Vorstands nicht zu ergänzen, sondern erstmal in der Konstellation zusammen zu bleiben. Diese Überlegungen hängen einerseits damit zusammen, dass die Goetheanumleitung (Vorstand und Sektionensleiter*innen) zum Teil neu berufen wird und andererseits eine kräftige Allgemeine Sektion entstehen soll. Zurzeit scheint der hohe Arbeitsaufwand für die Vorstände tragbar zu sein.

 

Ein Treffen in Dornach mit Verantwortlichen der sog. freien, ungebundenen Gruppen machte deutlich, dass ein offener, lebendiger Austausch möglich ist. Gleichzeitig wurden aber auch einige menschliche Verletzungen thematisiert sowie Kritik an den Formen und Strukturen geäußert. Die Frage nach einer zukunftsfähigen „Leibbildung“ der Allgemeinen Sektion bleibt weiter im Gespräch. Im nächsten Schritt soll ein erweiterter Kreis eingeladen werden. In Deutschland wird am 7. März 2020 zu einem offenen Gespräch mit allen Menschen aus den verschiedenen, ungebundenen Gruppierungen nach Kassel eingeladen. Hier sehen wir große Übereinstimmung in unseren Intentionen zwischen Dornach und Deutschland.

 

Weitere Themen bezogen sich auf die Koordinierung der Öffentlichkeitsarbeit, das Erscheinungsbild der AG heute, Beitragsfragen u.a. Es war ein sehr konstruktives Treffen, das einen deutlichen „Schulterschluss“ der beiden Gremien sichtbar machte.

 

Text und Bild: Michael Schmock