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15.06.2019 11:16 Alter: 39 days

ERWEITERTER VORSTAND IN DORNACH

Gespräche zu anstehenden Themen der Goetheanumleitung


Am 28. Mai tagten wieder die monatlichen, erweiterten Sitzungen am Goetheanum. Mit dabei waren die LänderrepräsentantInnen aus Frankreich (Rene Becker), England (Marjatta van Boeschoten) und Deutschland (Michael Schmock). Mit einer Besichtigung und Wahrnehmungsübung an den Modellen Rudolf Steiners und Edith Maryons zum Menschheits-Repräsentanten sind wir in das Thema „Christuserfahrung“ eingestiegen. Die anschließende Sitzung der Goetheanumleitung war geprägt von den Fragen einer Neubesetzung einzelner Sektionen (Bildende Kunst, und später auch die Naturwissenschaft). Die Goetheanumleitung hat es sich zur Aufgabe gemacht, vor diesem Hintergrund alle Sektionen vertiefend anzuschauen. Die SektionsleiterInnen der Jugendsektion (Constanza Kaliks) und Medizin (Matthias Girke) hatten beim letzten Mal „ihre“ Sektion ausführlich dargestellt. Jetzt ging es um Rückmeldungen der anderen TeilnehmerInnen in der Goetheanumleitung (Spiegelung, Außensicht). Hierzu wurden einzelne Elemente zusammengetragen. In der Zusammenarbeit zeigte diese Methodik, wie intensiv die Goetheanumleitung inzwischen miteinander im Gespräch ist. Einzelheiten dazu werden in den nächsten Monaten veröffentlicht.

 

In der Vorstandssitzung ging es um die Frage einer möglichen Vorstandsergänzung im nächsten Jahr. Hierzu sind noch keine dezidierten Überlegungen und Namenserwägungen erfolgt. Es ging zunächst um die Frage, welche Kriterien dazu von allen Beteiligten gesehen werden und wie der Prozess gestaltet werden kann/soll. Von Seiten der GeneralsekretärInnen wurde deutlich gemacht, dass nach der jetzigen verordneten „Schmalbesetzung“ dringen wieder eine Erweiterung anstehen sollte. Auch wurde über die Aufgabe gesprochen, die mit dem Vorstandsamt verbunden ist sowie über die Frage, was heute, im 21. Jahrhundert, Führung und Leitung bedeuten, zumal diese ja mehr als früher nicht mehr von einer „Offenbarungsmentalität von Oben“ geprägt sein kann, sondern eher die Zusammenführung (Integration) der Mitwirkenden und deren Unterstützung gemeint ist. Der Vorstand geht (dann auch mit der Goetheanumleitung zusammen) in der nächsten Klausur an diese Fragen vertiefend heran.

 

Mich hat erstaunt, wie konkret, offen, ehrlich und auf Augenhöhe auch in den erweiterten Sitzungen gesprochen werden kann. Auch die Mitgliederversammlung im April hatte den Duktus einer Offenheit und Vielfältigkeit und zeugte von dem Willen eines viel stärkeren Miteinanders in der Zusammenarbeit. Die Vorgänge werden auf diese Weise sehr natürlich, ehrlich, inspirativ und konsensfähig. Sie bekommen meiner Ansicht nach auch mehr Kraft in der Ausrichtung der zukünftigen Arbeit. Ich freue mich sehr über diesen Duktus der Zusammenarbeit.

 

Text und Bild: Michael Schmock