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13.04.2019 12:13 Alter: 13 days

ZUKUNFTSKEIME IM AZ NORD

Tag der norddeutschen Anthroposophie


Rudolf-Steiner-Haus Hamburg, den 30. März 2019. Der Einladung des AZ Nord, das erstmals Mitglieder und Interessierte zum Austausch und Gespräch eingeladen hatte, waren ca. 45 Menschen aus Norddeutschland gefolgt. Das AZ hatte zum Tag der norddeutschen Anthroposophie auch Michael Schmock, Generalsekretär der AGiD, eingeladen. Gemeinsam mit ihm und den Mitgliedern sollte auf die Bewegungen und Impulse in der AGiD und des AZ Nord geblickt werden.

 

Was bewegt die AGiD und den deutschen Generalsekretär? Zunächst berichtete Michael Schmock sehr persönlich darüber, wie er die Entwicklung der AGiD wahrnimmt und welche Schritte sich für ihn daraus ergeben. Er schilderte den Wandel der AG von den 80er und 90er Jahren ins 21. Jahrhundert. Besonders wichtig scheint ihm dabei, dass ein „Gesinnungswandel“ stattgefunden hat, der sich auf eine „Erfahrungsanthroposophie“ bezieht. Es sei wichtig, wie sich heute die Anthroposophie in den Menschen als „gelebte Anthroposophie“ individuell verwirklicht. „AG entsteht durch die Tätigkeit der einzelnen Akteure, immer weniger in einem vorgegebenen Rahmen“. Ein lebendiges Gespräch über die Bedeutung eines zukünftigen Miteinanders entstand.

 

Welche Impulse gibt es im AZ Nord? In einem nächsten Schritt stellten sich die Verantwortlichen des AZs, Anke Steinmetz, Marianne Millenet und Roland Freytag, und ihre Arbeit vor. Eine Frage, die man sich im AZ Nord stellt: „Werden wir den Bedürfnissen der Mitglieder, der an der Anthroposophie Interessierten und den Anforderungen unserer Zeit gerecht?“ Im Zuge dessen wurde vor 1,5 Jahren das viermal jährlich stattfindende Treffen der Zweigleiter*innen und Delegierten in Norddeutschland für alle Mitglieder geöffnet. Neben der Irritation ob der Aufgabe dieser Treffen, die mit der Öffnung aufgekommen war, entwickelt sich im AZ Nord dadurch, so wurde berichtet, ein neues Verstehen des eigenen Zusammenhangs. Auch der Tag der norddeutschen Anthroposophie war ganz in diesem Sinne zu deuten. Anke Steinmetz berichtete von ihrer Tätigkeit als AZ-Vertreterin, dass sie oft, inspiriert durch den Austausch mit den anderen AZ-Vertreter*innen, mit neuen Ideen für das AZ Nord zurückkomme. Eine Idee, die europaweit ausgestaltet werden kann, ist die Aufgabe eines gemeinsamen Michaelfestes in Deutschland. Oder, was für Berlin bereits stattfindet, die Einrichtung einer norddeutschen Sektionsarbeit. Es entstand ein offener Austausch und es war deutlich, dass gemeinsam mit diesen Ideen weiter umgegangen werden will. Ein „Aufbruch in einen offenen Zwischenraum“ war spürbar verbunden mit der Frage, was in diesem entstehen kann und will. Michael Schmock wünschte in seinen Abschlussworten diesem Werden eine Entfaltungskraft. Der Kreis bedankt sich bei ihm für dieses offene, konstruktive Gespräch.

 

Ausklang. Der Tag der norddeutschen Anthroposophie am 30. März fiel auf den Todestag Rudolf Steiners und wurde mit einem Totengedenken, gestaltet von Steffen Hartmann, beendet.

 

Lydia Roknic