< Mitteilungen | März 2018
02.04.2018 08:18 Alter: 255 days

Mitteilungen | April 2018

"Menschenseele! … übe …" | Entwicklungs- und Zukunftsräume gestalten


Jahresversammlung der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland,
15. bis 17. Juni 2018 in Stuttgart
für Mitglieder und Interessenten

«Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt» schreibt Friedrich Schiller in seinen Briefen zur sozial-ästhetischen Erziehung. «Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er ein übender und lernender Mensch ist», könnte ein solches Motiv heute auch heißen. Jeder Mensch ist seiner Veranlagung nach ein Werdender, jemand, der sich aus eigenen, freien Motiven schöpferisch wandelt und dadurch Entwicklung ermöglicht – bei sich selber und im Sozialen Ganzen. Oder anders ausgesprochen: eine Gesellschaft ist nur so gut, wie der Einzelne, der sich in kreativen, schöpferischen Prozessen befindet und damit eine lebendige, sich stetig wandelnde Gesellschaft hervorbringt.

 

Im Zusammenhang mit dem «Zukunftsprozess» der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland sind verschiedene Motive entstanden, die sich auf die Entwicklungsfähigkeit der Gesellschaft beziehen. Hier steht die Frage im Mittelpunkt, welche gesellschaftsgestaltenden Qualitäten sind gegenwärtig wichtig? Welche Gestaltungsräume braucht die Anthroposophie heute, um sich in der gegenwärtigen Zeit weiter entfalten zu können? Wie gründet sie sich in den einzelnen Menschen, wie in den Zweigen und Gruppen, wie in den Lebensfeldern und Institutionen, wie in der «Freien Hochschule»? Was können wir heute tun, um diesen Gesamtzusammenhang weiter zu fördern und zu stärken? Wie ist da unser Verhältnis zu der jüngeren Generation? Wie ist unser Verhältnis zum öffentlichen Umfeld, wie zu den menschheitlichen Aufgaben?

 

Wir wollen konkrete Schritte auf diesem Feld versuchen. Es sind Kolloquien, Interviews und Perspektiven entstanden, in denen wir wesentlichen «Zukunfts-Bausteinen» begegnet sind. Dann wurden einzelne Initiativen ergriffen, die sich derzeit ausgestalten. Die Mitgliederversammlung will diese Vorgänge allen interessierten Menschen sichtbar machen und mit Ihnen in einen Austausch kommen. Worin sehen wir gegenwärtig Entwicklungsaufgaben für eine offenere, jüngere, übende, forschende, erweiterte, öffentlich wirksame und individuell substanzielle Anthroposophische Gesellschaft und wie wollen wir sie angehen? Wir hoffen sehr, dass auf diesem Feld ein Arbeitszusammenhang mit Ihnen entsteht und laden Sie herzlich ein, mit uns Zukunftsräume übend zu gestalten.

 

Das Arbeitskollegium der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland

Gioia Falk, Benjamin Kolass, Angelika Sandmann, Julian Schily, Martin Schlüter, Michael Schmock