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22.03.2016 03:29 Alter: 2 yrs

Mitteilungen April 2016

Innere Schulung, ein zentraler Baustein der Anthroposophie


Innere Schulung, dieser zentrale Baustein der Anthroposophie, bei dem der Mensch ganz aus eigener Initiative einen Entwicklungsweg geht, zieht sich diesmal thematisch durch die gesamte Ausgabe der Mitteilungen. Das Thema liegt in der Luft. Vielleicht, weil wir mehr denn je die Notwendigkeit verspüren, an der eigenen Entwicklung zu arbeiten. Oder weil es immer schwieriger wird, einen inneren Raum zu pflegen; schwieriger durch die Verhältnisse der Zeit und durch die uns umgebende Technik (Seite 24). Aber vielleicht auch, weil wir mit Freude entdecken, welches Potential durch den Umgang mit dem eigenen Selbst entsteht, wie wir dadurch neu der Welt begegnen.

 

Viele Künstler haben das Thema bearbeitet, auch lange vor der Anthroposophie. Sehr bekannt ist der Wagenlenker aus der Antike. Für die kommende Jahrestagung haben wir den «Mönch am Meer» von Caspar David Friedrich gewählt. Das Gemälde ist seit kurzem restauriert in der Alten Nationalgalerie in Berlin zu sehen. Verblüffend sind die Frische und Zuversicht, die die neuen, alten Farben im Original versprühen. Über den dichten Wolken schimmert helles Licht, für dessen Darstellung C. D. Friedrich Glaspigmente verwendete. Einen Vorblick auf die Jahrestagung geben Angelika Sandtmann, meine Kollegin im Arbeitskollegium der Landesgesellschaft (Seite 17) und Joachim Heppner aus Hamburg (Seite 20).

 

Mit zwei Motiven charakterisierte Bodo von Plato im Februar auf einem Treffen jüngerer Menschen den anthroposophischen Schulungsweg: Die sinnliche Wahrnehmung wird mit einbezogen und entwickelt, ebenso wie das bewusste, klare Denken (Seite 19).

 

Auf der eben zuende gegangenen Generalversammlung der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft in Dornach wurde nach dem Zusammenhang von Freier Hochschule und Lebensfeldern gefragt. Hier formulierte Marc Desaules, Generalsekretär der Schweiz, seine deutliche, anregende Forderung an die Mitglieder der Freien Hochschule: Repräsentant sein bedeute, sich mit der esoterischen Arbeit im Hintergrund tätig in die Welt zu stellen. – Ein Motiv, dass sich unmittelbar im Impuls von Paul Schatz finden lässt (Seite 21).

 

Benjamin Kolass