< Erkenntnis und Leben – Der anthroposophische Schulungsweg
27.01.2016 23:26 Alter: 3 yrs

Übersinnliches Wahrnehmen

Methoden, Inhalte, Übungswege – Studientage mit Frank Burdich, Martin Hollerbach und Dirk Kruse, Februar bis April 2016


Wenn ich einem Menschen begegne, sehe ich nicht nur sein Äußeres.

Durch sein Erscheinungsbild, durch sein Verhalten, durch seine Sprache hindurch erlebe ich etwas, was an diesem Menschen au ällt, was besonders ist, was in mir eine Emp ndung, ein Gefühl auslöst. Es ist die Ausstrahlung, es sind seine Wesenszüge, sein Charakter, aber auch seine Lebenshaltung und seine inneren Kräfte oder eben seine „Gestimmtheit“, seine Persönlichkeit. Sehe ich das aber wirklich? Was kommt mir in diesem kleinen Kind entgegen? Was in einem Menschen aus einer ganz fremden Kultur? Oder auch in den Menschen, mit denen ich täglich zusammen bin? Weder der Pädagoge, noch der Ehepartner, noch der Freund ist eine nur äußerliche Erscheinung. Wir werden ihm oder ihr nicht gerecht, wenn wir beim äußeren Erscheinungsbild stehen bleiben.

 

In der Begegnung mit der Natur stellt sich die gleiche Frage:

Was sehe ich eigentlich, und was könnte ich sehen, wenn ich ein bisschen mehr sehen könnte, als die äußere Erscheinung? Auch hier geht es um die inneren Wesenszüge, um die Dynamik, die Kräftewirksamkeit und die „Lebensgeste“, die darin wirkt und scha t. Ohne diesen Zusammenhang bliebe die Natur nett, oder schön, oder erholsam. Wie aber erschließe ich mir einen tieferen Zugang zu dem, was ich vielleicht erst mal nicht sehe? Gibt es da eine Wahrnehmung, die ich schulen kann? Vielleicht sogar eine Methode? Gibt es Übungen, durch die ich mir die„Innenseite“ der Natur erschließen kann?

 

Diese Seminarreihe beinhaltet erste Schritte zur Übersinnlichen Wahrnehmung.

Dabei geht es nicht um Spekulationen, auch nicht um Phantasien oder Gefühlsergüsse. Es geht um die schrittweise Erweiterung der Wahrnehmung in Übungen an der Natur. Ein Vorgang, der sowohl im Umgang mit unserer Natur-Lebenswelt, als auch im Sozialen Miteinander von großer Bedeutung sein kann. Das gilt nicht nur für Landwirte oder Gärtner, sondern für alle Menschen, die eine lebendige, wesenhafte Beziehung zu ihrer Umgebung p egen wollen. Es ist ein Versuch, den wir miteinander eingehen, angeleitet von Dozenten, die auf diesem Gebiet jahrelange Erfahrungen haben und die auch vermitteln können. Wir laden herzlich zu einem Schulungs- und Übungsweg ein, den jeder für sich auch alleine weitergehen kann. Uns scheint dieser Ansatz in verschiedensten privaten und beru ichen Aufgaben weiterführend zu sein – hin zum Wesentlichen. Wir fangen diesmal bei der Natur an. Vielleicht setzen wir die Reihe dann mit weiteren, übersinnlichen Schulungsschritten, auch am Menschen und im Sozialen, fort? Wir freuen uns auf Ihre mitübende Teilnahme – es wird bestimmt spannend. Für die Anthroposophische Gesellschaft und die fakt Kulturgemeinschaft Michael Schmock

 

Dozenten

Frank Burdich

Studium der Chemie und Biologie, Waldor ehrer, Seminartätigkeit zur übersinnlichen Wahrnehmungsschulung, seit 2012 forschend und geschäftsführend in der Gesellschaft für angewandte Geistesforschung mbH in Fulda

Martin Hollerbach

Ausbildung in Landwirtschaft, lange Jahre Tätig auf dem Dottenfelder Hof bei Frankfurt, Spezialgebiete: Naturerfahrung und biol.-dyn. Präparatewesen, Dozententätigkeit auf diesen Gebieten.

Dirk Kruse

Ausbildung in Sozialtherapie, Mitarbeit und Aufbau einer Sozialtherapeutischen Einrichtung, Dozententätigkeit in der Methodik eines „Seelischen Wahrnehmens“, sowie einer spirituellen Organisationsentwicklung, verschiedenste Veröffentlichungen und Skripte zur Methodik.

 

Termine der Seminarreihe

1. Termin

„Methodische Grundlagen einer Übersinnlichen Wahrnehmung“

Fr. 19. Februar, 19.30 Uhr und Sa. 20. Februar 2016, 10 bis 18 Uhr

Referenten: Frank Burdich, Martin Hollerbach, Dirk Kruse

 

2. Termin

„Wesenheiten in der Natur“

Fr. 18. März, 19.30 Uhr bis Sa. 19. März 2016, 10 bis 18 Uhr

Referenten: Frank Burdich, Martin Hollerbach

 

3. Termin

„Die Aufgabe des Menschen in der Begegnung mit Naturwesen“

Fr. 22. April, 19.30 Uhr bis Sa. 23. April 2016, 10 bis 18.00 Uhr