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16.11.2015 00:10 Alter: 3 yrs

Flüchtlingsschicksal – Menschheitsschicksal

Jahrestagung des Arbeitszentrums Nordrhein-Westfalen der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland


Die Jahrestagung des Arbeitszentrums Nordrhein-Westfalen der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland hatte den Blick auf das Flüchtlingsschicksal als Menschheitsschicksal gerichtet und daran die Frage geknüpft: «Was ist gegenwärtige Michael-Kultur?» Als Referenten waren Barbara Schiller von stART international und Joachim von Königslöw eingeladen. Barbara Schiller berichtete über die Perspektiven der Notfallpädagogik und von Königslöw blickte auf die spirituelle Seite des Flüchtlingsgeschehens. Aus seinem Beitrag hat Joachim von Königslöw einige Gedanken von Emil Bock ausgewählt und eingeleitet. Neben der Frage nach der praktischen Arbeit mit den Flüchtlingen vor Ort – Barbara Schiller berichtet eindrucksvoll von den Aufgaben ihres Vereins in den verschiedenen Ländern wie der Türkei, dem Libanon oder Georgien – warfen wir auch immer wieder einen Blick auf die besonderen Impulse und Verknüpfungen des Michaelischen Zeitalters.

 

Über 80 Gäste kamen zu uns ins Kulturhaus Oskar nach Bochum und es entstanden bewegende Begegnungen und vertiefende Gespräche. Die Atmosphäre war, trotz der persönlichen Anteilnahme an den gehörten, manchmal traurigen Geschichten, der sich auf der Flucht befindenden Menschen, fröhlich. Die Gemeinschaft, die Bereitschaft in diesen herausfordernden Zeiten zu helfen, verband die Mitglieder des Arbeitszentrums an diesem Samstag auf besondere Weise. Auch nach dem ofiziellen Teil leerte sich der Saal kaum merklich.

 

Nachdem Hadwig Keser einfühlsam mit ganz persönlichen Erzählungen durch das Totengedenken führte, warfen wir einen Rückblick auf die Arbeit des Jahres und einen Vorblick auf die Aufgaben, die im kommenden Jahr auf uns warten. Mit Freude stellten wir fest, dass die Planung der «Festtage Anthroposophie» zu Michaeli 2016 auf große Zustimmung trifft. Ein Ereignis, auf den wir als Arbeitszentrum gemeinsam schauen können und in dem ein jedes unserer Mitglieder wirksam werden kann.

 

Melanie Hoessel

Für das Arbeitszentrum Nordrhein-Westfalen